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175 Jahre Nordzucker

Die Nordzucker AG feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum.

Für uns ein Anlass, uns bei Ihnen für die wertvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre zu bedanken. Vor allem aber auch eine Gelegenheit, mit Ihnen in die Zukunft zu blicken und zu diskutieren, welche Chancen und Herausforderungen vor uns liegen.

Die Chronik

Mit der Zuckerfabrik in Klein Wanzleben wurde 1838 mitten im Pionierland der Zuckerindustrie - der Magdeburger Börde - eine wichtige Keimzelle der heutigen Nordzucker AG gegründet.


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175 Jahre Nordzucker

Die Nordzucker AG, Braunschweig, feiert in diesem Jahr ihr 175-jähriges Jubiläum. 1838 wurde mit dem Werk in Klein Wanzleben die erste noch bestehende Zuckerfabrik im Gebiet der Nordzucker gegründet. Unter dem Jubiläumsmotto "Nachhaltig. Engagiert. Miteinander." sind zahlreiche Feste und Aktionen für das Jahr geplant. Als Grundstein für den heutigen Konzern wurde Klein Wanzleben bereits in einer Feierstunde vor Ort gewürdigt. Nordzucker hat zu diesem Anlass insgesamt 60.000 Euro gespendet, jeweils 30.000 Euro an die Kirchengemeinde und an die Bürgerstiftung Klein Wanzleben. Mit Mitarbeiterveranstaltungen an allen Standorten feiert Nordzucker das große Jubiläumsjahr. Der Dank und die Anerkennung des Nordzucker-Vorstands für das Engagement der Mitarbeiter ist eines der Hauptanliegen für den Zuckerhersteller im Rahmen seiner Feierlichkeiten. Neben einem Jubiläumsfilm und einer Ausstellung erinnern eine Festschrift und Broschüren in allen Landessprachen zur Geschichte von Nordzucker an die Wurzeln des Unternehmens. Höhepunkt in diesem Jahr ist der Festakt am 26. September in Braunschweig mit einem Symposium zum Thema Nachhaltigkeit, zu dem zahlreiche internationale Gäste erwartet werden.

Unter dem Jubiläumsmotto "Nachhaltig. Engagiert. Miteinander." vereinen sich wichtige Unternehmensthemen aus Vergangenheit und Gegenwart. Nachhaltigkeit hat bei Nordzucker eine lange Tradition. Umwelt- und Ressourcenschonung sind tief in der Unternehmensgeschichte verwurzelt und haben eine klare Priorität, denn die Schonung von Wasser, Erde und Luft zusammen mit der stetigen Minimierung von Energieeinsatz sind elementar für den Unternehmenserfolg. Als Zucker- und Lebensmittelproduzent ist sich Nordzucker ihrer hohen Verantwortung bewusst. Jahr für Jahr investiert das Unternehmen 60 bis 80 Millionen Euro in Anlagen, um die Verarbeitung zu optimieren. Zu ihrer Verantwortung zählt das Unternehmen auch sichere und motivierende Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Ihre Kompetenz und Einsatzbereitschaft sind ein weiterer wichtiger Pfeiler des Geschäftserfolgs. Klein Wanzleben ist der älteste Standort der norddeutschen Zuckerfabrikation und eine der vielen Keimzellen von Nordzucker. Inzwischen produziert das Unternehmen in sieben europäischen Ländern und ist der zweitgrößte Zuckerproduzent der EU. Das Unternehmen hat zwar im Laufe der Geschichte zahlreiche Wechsel in Rechts- und Eigentumsverhältnissen hinter sich, die Produktion reicht jedoch von heute ohne Unterbrechungen zurück bis 1838. Nordzucker hat sich aus einzelnen Fabrikgesellschaften stetig weiterentwickelt. Courage und Unternehmergeist haben die Geschichte an vielen Stellen geprägt und entscheidend voran gebracht. Durch innovative Technologien und Quantensprünge im Rübenanbau wurde heimisch produzierter Zucker konkurrenzfähig. Durch ihren Ursprung im ländlichen Raum ist Nordzucker bis heute eng mit der Landwirtschaft verbunden: Mehr als 15.000 Landwirte aus ganz Europa beliefern 13 Zuckerfabriken in sieben Ländern mit Zuckerrüben.

 
 

Die Chronik

1838 - Unsere Anfänge

Chronik 1

Mit der Zuckerfabrik in Klein Wanzleben wurde 1838 mitten im Pionierland der Zuckerindustrie - der Magdeburger Börde - eine wichtige Keimzelle der heutigen Nordzucker AG gegründet. Der Bauer Peter Wallstab erkannte den Aufschwung der Zuckerwirtschaft Ende der 1830er Jahre und verwirklichte den Bau und Betrieb einer Rübenzuckerfabrik. Durch die Gründung einer Aktiengesellschaft mit anderen Ackerland-Besitzern als Aktionäre sammelte er das benötigte Kapital, so dass die Zuckerrübensirup- und Rohzuckerherstellung bei "Wallstab & Co." in großem Maßstab beginnen konnte. Rohzucker wurde im 20 km entfernten Magedburg in Raffinerien zu Weißzucker weiterverarbeitet. Darüber hinaus stellte die Fabrik Zuckerrübensirup her. Zunächst vermutlich noch ohne Dampfkraft, dafür mit Göpelwerken, Muskelkraft und offenem Feuer. Im Vergleich zur ersten Zuckerfabrik im Amt Wanzleben, die von 1812/13 bis 1818/19 existierte und 420 Tonnen Rüben im Jahr verarbeitete, produzierte "Wallstab & Co." das Zehnfache an Menge. In den folgenden Jahrzehnten sollte die Fabrik zur größten und modernsten der Börde aufsteigen.

1865-1900 - Der Zuckerboom

Chronik 2

Die Zuckerindustrie erfuhr seit den 1860er Jahren einen Boom: Moderne Verarbeitungstechniken, verbesserte Anbaumethoden und die steuerliche Förderung von Zuckerexporten führten zu erhöhter Produktion und steigender Nachfrage. Zucker wurde zum Volksnahrungsmittel und die Industrie bedeutend für die deutsche Wirtschaft. So stieg die Menge des pro Kampagne gewonnenen Rohrzuckers in der Fabrik in Schladen von 1871/72 bis zur Jahrhundertwende von 600 auf 6.100 Tonnen. Auch die Nachfrage nach Zucker wuchs rasant. Mit steigendem Wohlstand gehörten Süßspeisen zum alltäglichen Speiseplan der Menschen: Zwischen 1870 und 1900 verdreifachte sich der Pro-Kopf-Verbrauch im Deutschen Reich von etwa 4 Kilogramm auf knapp 14 Kilogramm im Jahr. In norddeutschen Regionen, die zuvor dem Getreideanbau verschrieben waren, setzte sich die Zuckerrübe durch. Die Blütezeit brachte vier weitere Werke der Nordzucker AG hervor, die noch heute existieren: Nordstemmen, Clauen, Schladen und Uelzen.

1900-1950 - Die Krise und der Neubeginn

Chronik 1

Um 1900 endeten die "goldenen Zeiten" der Zuckerindustrie und die Weltkriege brachten schließlich einschneidende Veränderungen. Nach dem Ersten Weltkrieg verlor Deutschland seine führende Stellung im internationalen Zuckergeschäft. Die Nationalsozialisten erhielten zwar die Zuckerwirtschaft zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, weil sie als "kriegswichtig" galt, doch mit fortschreitender Zeit fehlten Ressourcen und Arbeitskräfte. Nach 1945 wurden die Anbaugebiete des Nordens zerrissen. Der Neuaufbau wurde dazu genutzt, die Zuckerfabriken von Roh- auf Weißzuckerproduktion umzustellen. Die Magdeburger Börde, einst Zentrum des Zuckerbooms, und damit auch die Fabrik in Klein Wanzleben, hatten einen besonders schweren Neustart. In der sowjetischen Besatzungszone gelegen, hatte die dortige Zuckerwirtschaft mit dem Um- und Einbau in die Planwirtschaft zu kämpfen. Um das Know-How der Rabbethge & Giesecke AG (hervorgegangen aus "Wallstab & Co.") nicht in sowjetische Hände fallen zu lassen, beschlagnahmten Angehörige der britischen Besatzungsmacht zuvor in einer Nacht- und Nebelaktion sämtliche Unterlagen und Materialien der Zuckerfabrik. Sie wurden auf dem Rabbethge´schen Gut Rotenkirchen bei Einbeck in Sicherheit gebracht.

1950-1997 - Unser Weg zur Nordzucker AG

Chronik 1

Vom westlichen Aufschwung der 1950er Jahre profitierten die großen Zuckerproduzenten, während die kleineren den folgenden Konzentrationsprozessen zum Opfer fielen. Mit der "Europäischen Zuckermarktverordnung" erweiterte sich der Markt, auf dem sich die 1967 gegründete Norddeutsche Zucker GmbH als Vertriebsorganisation etablierte. Die alten Kerngebiete des Rübenanbaus lagen größtenteils in der DDR, wo man die Modernisierung der rund 70 Zuckerfabriken versäumte. Die Wiedervereinigung löste große Umbrüche aus. Nach der deutschen Einheit schlossen sich die "großen Drei" der norddeutschen Zuckerwirtschaft zusammen, was nicht zuletzt dabei half, im immer größer werdenden europäischen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben. In der Nordzucker AG vereinte sich 1997 praktisch die gesamte norddeutsche Zuckerwirtschaft in einem Unternehmen - eine gute Ausgangslage für das neue Jahrtausend.

1997-2013 - Wir sind ein europäisches Zuckerunternehmen

Chronik 1

Die Nordzucker stellte sich nach ihrer Gründung neu auf und etablierte mit dem einheitlichen Design der "Blauen Welt" eine eigene Marke. Nachdem der Zuckermarkt im Zuge der Wiedervereinigung zusammengewachsen war, intensivierte die Nordzucker ihre Aktivitäten durch Beteiligungen in Osteuropa und später im europäischen Norden. Nach und nach entstand Anfang der 2000er Jahre ein gesamteuropäischer Zuckermarkt mit verschärften wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Das Unternehmen hatte insbesondere in Folge der Zuckermarktreformen von 2006 bedeutende Veränderungen zu meistern. Die dadurch bedingten Werkschließungen galt es, möglichst sozialverträglich abzufangen. Nichtsdestotrotz gelang es dem norddeutschen Zuckerhersteller, seine internationale Marktstellung nach und nach zu stärken zuletzt mit dem Erwerb der Danisco Sugar A/S ("Nordic Sugar") im Jahre 2009. Mittlerweile ist die Nordzucker AG zu einem modernen europäischen Konzern auf dem Lebensmittelmarkt zusammengewachsen. Dazu gehören 3.300 Mitarbeiter in 13 Zuckerfabriken, zwei Flüssigzuckerwerke, drei Raffinerien, die Bioethanolanlage "fuel 21", "NP Sweet" und die Nordic Sugar-Verwaltung in Kopenhagen sowie die Unternehmenszentrale in Braunschweig. Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2012/13 einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro.

 

Kontakt

Ihre Ansprechpartnerin für Rückfragen:

Tanja Schneider-Diehl
Nordzucker AG
Küchenstraße 9
38100 Braunschweig

Fon. +49 531 2411-314
Fax. +49 531 2411-378